
Rechne mit 3 bis 5 GB für eine Woche Stadttage in Manila oder Cebu und mit 8 bis 12 GB für zwei Wochen Inselhüpfen. Die größere Entscheidung ist aber die SIM selbst: Eine lokale Prepaid-SIM läuft auf deinen Namen, und für Touristen deckelt ein Gesetz genau diese Registrierung auf 30 Tage.
7.641 Inseln, drei Mobilfunknetze und ein Gesetz, das in Reiseratgebern fast immer falsch wiedergegeben wird, das sind die Philippinen. Wo Menschen wohnen, ist der Empfang richtig gut, ein paar Kilometer weiter wird er dünn, und nach einem Sturm fällt er auch mal tagelang ganz aus. Hier steht, was eine Woche oder zwei wirklich brauchen, und was am Schalter auf dich zukommt.
Drei Wege führen ins Netz: mit dem Heimtarif roamen, vor Ort eine Prepaid-SIM kaufen oder vor dem Abflug eine Reise-eSIM installieren. Roaming ist pro Gigabyte mit weitem Abstand das teuerste davon. Eine lokale SIM von Globe, Smart oder DITO ist günstig, sobald du sie hast, bringt seit 2022 aber einen Registrierungsschritt mit Ablaufdatum mit. Die Reise-eSIM installierst du zu Hause im WLAN, deine eigene Nummer bleibt daneben für Anrufe und SMS aktiv, und sie läuft über dieselben Landesnetze wie eine lokale SIM. Wägst du ab? Sieh dir eSIM vs. lokale SIM vs. Roaming an.
Das ist der Teil, den du vor der Landung verstanden haben solltest. Republic Act No. 11934, das SIM Registration Act wurde am 10. Oktober 2022 verabschiedet. Section 4 verpflichtet Endnutzer, ihre SIM „with PTEs as a pre-requisite to the activation thereof“ registrieren zu lassen. PTE steht für Public Telecommunications Entity, im Klartext: ein philippinischer Netzbetreiber.
Lies das Gesetz auf der Suche nach dir selbst, und du findest dich nicht. „roaming“, „foreign SIM“, „visitor“ und „inbound“ kommen im ganzen Text nicht vor. „Tourist“ taucht genau zweimal auf, beide Male im selben Unterabschnitt, der aufzählt, was Ausländer beim Kauf einer philippinischen SIM vorlegen müssen. Die Pflicht hängt am Verkauf, nicht am Luftraum.
Dieser Unterschied hat eine sehr praktische Seite. Eine außerhalb der Philippinen ausgegebene Reise-eSIM läuft per Roamingabkommen auf einem Partnernetz. Es gibt also keinen philippinischen Anbieter, der dir eine SIM verkauft, und damit auch niemanden, bei dem du dich registrieren müsstest. Kaufst du stattdessen vor Ort, gelten die folgenden Regeln für dich.
Trotzdem eine lokale SIM am Flughafen? Nach Section 5 des Gesetzes ist eine SIM, die von einem als Touristen eingereisten Ausländer registriert wurde, „only be valid temporarily for thirty (30) days, and shall automatically be deactivated upon expiration“. Am Schalter brauchst du außerdem drei Dinge: deinen Reisepass, einen Adressnachweis auf den Philippinen und ein Rück- oder Weiterflugticket mit Abreisedatum.

Auf einer Philippinen-Reise begegnet dir die Zahl 30 gleich dreimal, und gemeint sind jedes Mal andere 30 Tage. Visumfreie Touristen dürfen laut Bureau of Immigration zunächst 30 Tage bleiben, verlängerbar um 29 weitere auf insgesamt 59. Eine auf einen Touristen registrierte SIM stirbt per Gesetz nach 30 Tagen. Und GCash, die Bezahl-App, führt für Besucher eine eigene Wallet mit eigener 30-Tage-Frist.
Nur die mittlere Uhr kannst du abstellen. Bleibst du mit gültiger Verlängerung 45 Tage, ist deine lokale SIM trotzdem an Tag 30 tot, es sei denn, du legst die genehmigte Verlängerung vor, solange die Karte noch aktiv ist. Eine Reise-eSIM kennt diesen Countdown nicht, sie gilt genau so lange wie der Tarif, den du gebucht hast.

Drei Dinge dominieren, und ganz vorn liegt Facebook mit Messenger, mit deutlichem Abstand: DataReportal beziffert im Bericht Digital 2026 die Werbereichweite von Facebook auf 95,8 Millionen Menschen, rund 97,7 Prozent aller philippinischen Internetnutzer, Messenger auf 65,8 Millionen. Betriebe, Fährgesellschaften und Gästehäuser antworten oft ausschließlich über Messenger und sonst nirgends.
Auf Platz zwei stehen Karten und Ride-Hailing, und bei Grab lohnt der genaue Blick: Der Dienst veröffentlicht eine abschließende Liste von Gebieten, kein landesweites Angebot. Drin sind Metro Manila, Cavite, Rizal, Baguio, Naga, Pampanga, Cebu, Bacolod, Iloilo, Davao, Cagayan de Oro und Zamboanga City Proper. Der größte Teil von Palawan und Siargao steht nicht darauf, plane dort also mit Karten statt mit einer App, die still und leise nichts findet.
Am schwersten wiegen Fotos und Videos. Netflix nennt selbst 1 GB pro Stunde in Standardauflösung, 3 GB in HD und bis zu 7 GB in 4K, und zwar pro Gerät. Eine Woche Inselfotos hochzuladen ist dieselbe Rechnung, nur andersherum.
Die meisten landen zwischen 3 GB und 12 GB, und welches Ende es wird, entscheidet weit mehr die Art der Reise als ihre Länge:
| Aktivität | Ungefährer Verbrauch |
|---|---|
| Karten & Navigation | ~50 MB / Tag |
| Messenger-Chats + Anrufe | ~100 MB / Tag |
| Scrollen in sozialen Netzwerken | ~600 MB / Stunde |
| HD-Videostreaming | ~3 GB / Stunde |
Es gibt genau drei Netze, bestätigt von der GSMA: Globe, Smart (PLDT) und DITO Telecommunity. Für Verwirrung sorgen die Billigmarken, also der Reihe nach: GOMO und TM gehören zu Globe, TNT zu Smart. Ein viertes Netz versteckt sich dahinter nicht.
Globe und Smart sind die Platzhirsche und abseits der Städte die sicherere Wahl. PLDT meldete für das Gesamtjahr 2025 11,2 Millionen 5G-Geräte im Smart-Netz, nachzulesen in den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Zahlen. DITO ist der Neuling und wächst schnell: 86,30 Prozent nationale Bevölkerungsabdeckung beim NTC-Netzaudit im Oktober 2024, ein Jahr zuvor waren es 80,65 Prozent.
Bei DITO gibt es allerdings einen Haken, den Besucher kennen sollten. Das Netz läuft ausschließlich über VoLTE, und DITO schreibt selbst, die SIM „only works with select DITO compatible VoLTE mobile phones“. In Apples eigener Anbieterliste stehen für die Philippinen nur Globe und Smart. Eine Reise-eSIM umgeht die ganze Frage, weil sie auf den etablierten Netzen läuft.

Abdeckungskarten zeigen kein Wetter, und auf den Philippinen ist das Wetter die eigentliche Empfangsgeschichte. PAGASA, der nationale Wetterdienst, nennt im Schnitt 20 tropische Wirbelstürme pro Jahr, die in den philippinischen Zuständigkeitsbereich ziehen. Davon überqueren 8 oder 9 das Land, und knapp 70 Prozent entstehen zwischen Juli und Oktober.
Wie das konkret aussieht: Taifun Tino traf am 3. und 4. November 2025 neunmal auf Land, zuletzt um 20:50 UTC bei El Nido, genau dem El Nido von den Postkarten. Die PAGASA-Wetterstation auf den Camotes-Inseln meldete schon eine Stunde vor dem Auge nichts mehr, lahmgelegt von einer Störung der Telekommunikation. Unter Sturmwarnung standen 35 Provinzen.
Und verlass dich nicht auf die Saison. Der Tropensturm Basyang traf am 6. Februar 2026 bei Loay auf Bohol und bei Alcoy auf Cebu auf Land, weit außerhalb der Monate, vor denen Reisende gewarnt werden.
Satellitennachrichten retten dich hier nicht. Apples Notruf-SOS über Satellit deckt die Philippinen laut Länderliste vom Juli 2026 weiterhin nicht ab, Googles Pixel Satellite SOS ebenso wenig. Fällt nach einem Sturm das Mobilfunknetz aus, hat auch ein topmodernes Handy in diesem Land keinen Rückfallweg. Lade Offline-Karten herunter, bevor du eine Stadt verlässt.
Installiere die eSIM zu Hause im WLAN, das startet noch keinen Countdown. Die meisten internationalen Flüge landen am Ninoy Aquino International in Manila oder in Mactan-Cebu. Clark zählte 2025 aber immerhin 1,7 Millionen internationale Passagiere, und auch Bohol-Panglao nimmt inzwischen internationale Flüge an.
Eine Sache noch, solange du WLAN hast: Für alle Einreisenden verlangen die Philippinen eine kostenlose Online-Registrierung namens eTravel, und die offiziellen FAQ raten, den QR-Code als Screenshot zu sichern, bevor du die Seite schließt. Die Einwanderungsbehörde betont, eTravel sei „absolutely free of charge“, und warnt vor Nachahmerseiten, die Reisenden dafür ₱3.000 bis ₱5.000 abgenommen haben. Registriere dich nur auf der offiziellen Domain.
Jedes eSIM-fähige Handy funktioniert in den philippinischen Netzen: iPhone XS oder neuer, Pixel 3 und aufwärts, aktuelle Samsung-Galaxy-Flaggschiffe. Das Gerät muss netzunabhängig (entsperrt) sein, und ein Blick in die Einstellungen nach einer verfügbaren EID lohnt sich, bevor du dich darauf verlässt. Weil die eSIM neben deiner physischen SIM läuft, behalten die meisten ihre Heimleitung für Anrufe und wählen für die Daten den Reisetarif.
Geht es danach weiter? Vietnam, Taiwan und Hongkong laufen jeweils über eigene Landesnetze, jede Etappe braucht also ihren eigenen Tarif, sofern nicht schon ein regionaler Asien-Tarif die Route abdeckt. Unser Taiwan-Ratgeber rechnet dieselben Zahlen für einen Zwischenstopp in Taipeh durch. Bereit, eine Größe zu wählen?
Nein. Das SIM Registration Act gilt für SIM-Karten, die philippinische Anbieter verkaufen und aktivieren, im Gesetz Public Telecommunications Entities genannt. Eine außerhalb des Landes ausgegebene Reise-eSIM roamt auf einem Partnernetz, es gibt also keinen philippinischen Anbieter, bei dem du dich registrieren könntest. Kaufst du vor Ort eine SIM, ist die Registrierung dagegen Pflicht.
Weil das Gesetz es so vorschreibt. Eine SIM, die auf einen als Touristen eingereisten Besucher registriert ist, gilt 30 Tage und wird danach automatisch abgeschaltet. Verlängern lässt sie sich nur, indem du eine genehmigte Visumsverlängerung vorlegst, solange die Karte noch aktiv ist.
Drei Dinge: deinen Reisepass, einen Adressnachweis auf den Philippinen, etwa eine Hotelbuchung, und ein Rück- oder Weiterflugticket mit Abreisedatum. Alle drei stehen im Gesetz selbst, und die Registrierung läuft online statt auf Papier.
Globe und Smart decken außerhalb der Städte mehr ab und sind die beiden philippinischen Anbieter, die Apple fürs iPhone listet. DITO ist günstiger und wächst schnell, beim Audit im Oktober 2024 waren es 86,30 Prozent Bevölkerungsabdeckung. Das Netz läuft aber nur über VoLTE und nur auf einer begrenzten Geräteliste.
Plane 8 bis 12 GB ein. Karten und Messenger sind leicht, teuer wird es durch das Umbuchen von Fähren und Flügen und durch die Fotos und Videos, die die meisten auf Palawan, Siargao oder Bohol aufnehmen. Starte in der Mitte und lade auf, wenn es knapp wird.
Oft ja, überall nein, und nach einem Sturm erst recht nicht. Taifun Tino traf im November 2025 bei El Nido auf Land und legte die Telekommunikation einer PAGASA-Wetterstation schon eine Stunde vor dem Auge lahm. Weder Apple noch Google bieten auf den Philippinen Satelliten-SOS an, lade also vorher Offline-Karten herunter.
Teilweise. Das normale GCash-Konto verlangt eine philippinische SIM, Besucher nutzen deshalb die separate GTourist-Wallet, die umgekehrt eine nicht-philippinische SIM voraussetzt und 30 Tage läuft. Grab deckt eine veröffentlichte Liste von Städten ab, nicht das ganze Land, und der größte Teil von Palawan und Siargao fehlt darin.
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